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Weingut - Weinstuben - Restaurant

Weingut Georg Fritz von Nell
Im Tiergarten 12 - 54295 Trier
Tel.: 0651 - 3 23 97
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Wissenswertes rund um den Wein

Auf dieser Seite geben wir Ihnen gerne Informationen zu wichtigen Fragen rund um den Wein. Sind weitere Themen für Sie interessant, über die wir Sie an dieser Stelle informieren können, dann sprechen Sie uns an, oder schreiben Sie uns: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weinstein

Manchmal finden Sie in unseren Weinen Kristalle. Hierbei handelt es sich um Weinstein, ein Gemisch aus Salzen der Weinsäure.
Keine Sorge: Weinstein ist kein Mangel, sondern eher positiv zu sehen. Weinstein hat an sich keinen Einfluss auf die Qualität des Weines. Und trotzdem gibt es einige interessante Zusammenhänge:
Zum einen ist Weinstein ein Beweis für den guten Reifezustand des Leseguts. Je reifer die Trauben sind, desto höher ist der Anteil an Weinsäure. Und je länger sie am Rebstock reifen können, desto länger haben die Trauben Zeit, viele Mineralien aus dem Boden aufzunehmen. Treffen diese beiden Komponenten aufeinander, kann sich Weinstein bilden.
Wenn ein Kellermeister die Weine seines Weinguts langsam und bei niedrigen Temperaturen gären lässt, werden die Duft- und Aromastoffe geschont. Dadurch bildet sich weniger Weinstein im Fass oder Tank – also entsteht er eher später in der Flasche. So kann Weinstein in der Flasche ein Zeichen für die gute Arbeit des Winzers und die Qualität des Weines sein.

Schwefel – Sulfite

Seit einiger Zeit lesen Sie bei allen deutschen Weinen auf den Etiketten „enthält Sulfite“. Diese sind die Salze der schwefligen Säure. Schwefel gehört zu Wein wie der Alkohol. Schon im Altertum wurde Wein geschwefelt. Schwefeln ist auch heute noch die beste Methode zur Konservierung des Weines.

  • Schwefel tötet Essigsäurebakterien ab, die dem Wein einen „Essigstich“ geben würden
  • wirkt antioxidativ und beugt somit der bräunlichen Verfärbung vor
  • stabilisiert die im Wein enthaltenen Polyphenole (gesundheitsfördernde Verbindungen)
  • vermeidet das Auftreten von Weinkrankheiten
  • steigert die Alterungsfähigkeit des Weines

Tagtäglich atmen Sie Schwefeldioxid aus der Luft ein. Aus Nahrungseiweißen wird im Körper Schwefel gebildet. Somit ist die Menge an Schwefel, die auf diese Weise in den Körper gelangt, deutlich höher als die durch den Genuss von Wein.
Wenn Sie nicht allergisch auf Schwefel reagieren, haben Kopfschmerzen und Übelkeit fast nie etwas mit Schwefel zu tun. Meist kommt es nach starkem Alkoholkonsum aufgrund der Dehydrierung (Austrocknung) des Körpers zu Kopfschmerzen. Auch die giftigen Abbauprodukte von Fuselalkoholen sorgen für körperliche Beeinträchtigungen.
Insgesamt geht der Einsatz von Schwefel deutlich zurück. Da wir in der Kellerwirtschaft größten Wert auf Hygiene legen, können Sie unsere Weine jederzeit ohne Bedenken genießen.

Weinsäure

Im Wein gibt es eine Vielzahl von Säuren, die Weinsäure ist nur ein Teil davon. Daher sprechen wir im Folgenden nur von Säure.
Säure ist ein wichtiger Bestandteil des Weines, die ihn konserviert und ihm Frische, Struktur und Charakter verleiht. Säure wird auch als Rückgrad des Weines bezeichnet.
Zu wenig Säure bedeutet, dass der Wein langweiliger wird; zu viel Säure macht ihn schwer genießbar. Säure betont auch die Farbe des Weines. Ein säurebetonter Wein hat ein intensives „Funkeln“, sieht also sehr appetitlich aus.

Trinktemperatur

Wir empfehlen: Trinken Sie den Wein so, wie Sie ihn mögen!
Trotzdem hier einige Richtwerte:

Frische, leichte Weißweine 8 – 10 °  
Kräftige, ältere Weißweine 9 – 12 °  
Roséweine 9 – 12 °  
Leichte Rotweine 12 – 15 °  
Kräftige, trockene Rotweine 15 – 17 °  
Je hochwertiger die Qualität des Weines ist, desto mehr temperiert kann er getrunken werden.

Jedoch sollte ein Wein nicht zu kalt sein, da die Kälte den Geschmack bindet und so das genussvolle Geheimnis des Weines nicht erkundet werden kann.

Wein und Gesundheit

„Ein Tag ohne Wein ist ein Risiko für unsere Gesundheit“. (Professor Curtis Ellison von der Universität Boston, USA)

Wein – in Maßen genossen – wirkt gesundheitsfördernd.

Hier einige positive Eigenschaften:

Wein beugt Arterienverkalkung vor, weil er schlechtes Cholesterin verringert.
Wein mindert das Krebsrisiko
Wein ist sehr vitaminreich (z. B. Vitamin C und B6) und mineralreich (Magnesium, Eisen, Kalium, Calcium)
Wein regt die Nieren- und Schilddrüsentätigkeit an

Wissenschaftler empfehlen einen täglichen Weingenuss von 0,3 L für Frauen und 0,4 L für Männer. Dies bedeutet, dass eine Flasche Wein pro Tag und Paar eine gesunde Menge ist.

Wenn Sie zu diesem Thema noch mehr wissen möchten, empfehlen wir das Buch von Prof. Dr. Bernd Krönig.

Flaschenverschlüsse

Der Einzug der Moderne zwingt uns bisweilen, Stück für Stück von Vertrautem Abschied zu nehmen. Dies gilt auch für Weinfreunde, für die der Korken ein wesentlicher Inbegriff der Weinkultur ist. Der Kork als traditioneller Verschluss bekommt eine immer größer werdende Konkurrenz.
Die landläufige Meinung, dass Kork eine dosierte Sauerstoffzufuhr ermöglicht, ist laut neuesten Untersuchungen des Forschungsinstitutes Geisenheim nicht mehr haltbar. Er soll luftdicht abschließen.
Ein immer größer werdendes Problem des Naturkorkens ist der Korkgeschmack, der mittlerweile bei 5 bis 10 Prozent der Korken auftritt. Hervorgerufen wird der Korkgeschmack von Mikro-Organismen, die nach dem Schälen der Korkeichen während der Lagerung der Korkplatten in die Poren eindringen können. Dort produzieren sie Substanzen, die bei der Sterilisation der Korken geschmacksaktiv werden. Nur kleinste Mengen dieser Substanzen können tausende Liter Wein „verkorken“, also geschmacklich verderben.
Gerade unsere feinen, rassigen Riesling-Weine lassen einen solchen Korkgeschmack schneller zum Vorschein kommen als kräftige, schwere Weine.
Das Weingut von Nell benutzt seit dem Jahrgang 2008 auch Schraubverschlüsse, die so genannten Stelvin-Schraubverschlüsse. Er reicht wie eine Kapsel über den Flaschenhals und ist eine hochwertige Alternative zum Kork.
Es gibt auch Kunststoffkorken. Für die große Masse der Weine, die schnell getrunken werden, ist dieser ausreichend.
Eine weitere Alternative ist der Glasverschluss. Dies ist ein Glasstopfen, der mit einem Silikonring für die Dichte und den sicheren Halt in der Flaschenmündung sorgt und wiederverschließbar ist. Ein Kronkork aus Edelstahl ist für einige Winzer ebenfalls eine gute Möglichkeit.

Alternative Verschlussarten beeinträchtigen die Reifung der Weine nur unwesentlich.
Insgesamt sei gesagt, dass, wie diverse Versuche gezeigt haben, stets in den Flaschen noch ausreichend Sauerstoff vorhanden ist, der für die Reifung des Weines erforderlich ist.

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