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Weingut - Weinstuben - Restaurant

Weingut Georg Fritz von Nell
Im Tiergarten 12 - 54295 Trier
Tel.: 0651 - 3 23 97
mail@vonnell.de
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Sieben Generationen im Weingut von Nell

Von der Rebe in unseren Weinbergen in Trier bis zu einem herrlichen Wein ist es ein weiter Weg. Ein Winzer hat daher im Grunde drei Berufe: Er ist Weinbauer, Kellermeister und nicht zuletzt Kaufmann. Im Weingut von Nell (*Link zu „Über uns/Familie von Nell“) können wir dabei auf die Erfahrung aus sieben Generationen zurückgreifen. Was zählt, ist ein ausgeprägtes Gefühl für die Natur, Fleiß und Gewissenhaftigkeit sowie ein profundes Wissen als Kellermeister. All das ist die Grundlage, um einen guten Wein auszubauen.

Die Arbeiten im Weinberg im Laufe des KalenderjahresHerr Otto und Herr Dierkes binden im Frühjahr die jungen Triebe fest.

Im Frühjahr, sobald kein permanenter Frost mehr droht, schneiden wir die Reben auf ein bis zwei Ruten zurück. Das abgeschnittene Holz wird mit Maschinen zerkleinert und in den Boden eingearbeitet. Damit sorgen wir für eine natürliche Humusanreicherung des Bodens.
von-Nell-2016-13Vor dem Austrieb der Pflanzen werden die verbleibenden Ruten gebogen und durch Binden in Form gebracht. So werden die nötigen Nährstoffe gleichmäßig in der Pflanze verteilt.
Der Boden wird gelockert, zwischen den Rebenzeilen Begrünung ausgesät, zum Beispiel Raps oder Klee. Pflanzenschutzmittel sind nicht verzichtbar, müssen aber sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Die Devise in unserem Weingut lautet dabei: so wenig wie möglich – so viel wie nötig. Es geht darum, die Reben gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten zu schützen.
Im Sommer ist das „Ausgeizen“ eine wichtige Arbeit. Unerwünschte Triebe werden von der Rebe entfernt, ausgebrochen, um den Wuchs der später tragenden Triebe zu stärken. Diese müssen regelmäßig aufgebunden werden. Danach werden die überstehenden Triebe abgeschnitten. Bei Bedarf entfernen wir auch Blätter, um den Trauben mehr Freiheit für ihre Entwicklung zu verschaffen.von-Nell-2016-08
Der Herbst ist der „Lesezeitraum“ für unsere Trauben. Wir beginnen normalerweise Ende September mit der Handlese. Wenn das Wetter mitspielt, geht die Lese relativ langsam voran, da wir gerne individuell entscheiden, ob genug Zucker in den Trauben angereichert ist. Besonders gegen Ende der Reifephase bewirken einige Tage Sonnenschein noch erhebliche Verbesserungen. Gemessen wird der Zuckergehalt in „Grad Oechsle“. Im Normalfall endet die Lese Mitte November.

 

So entsteht der Wein im Keller des Weinguts

unser WeinkellerSobald die Natur ihre Arbeit erledigt hat und die Trauben geerntet sind, wird der Winzer zum Kellermeister. Dann ist es meine Aufgabe, das Beste aus diesen Trauben „herauszukitzeln“. Hierzu werden die Trauben zunächst schonend gepresst. Bei den weißen Trauben wird die Maische (Feststoffe) ganz schnell abgepresst.
Im Gegensatz dazu wird für Rotweine die Maische stehengelassen, so dass die Farbpigmente aus der Fruchtschale in den Saft kommen.
Der so genannte „Most“ wird in die Edelstahltanks gefüllt und beginnt zu gären. Die Gärung wird durch Hefen, die Bestandteil des Traubensaftes sind, in Gang gesetzt. Wenn die natürlich vorhandenen Hefen nicht ausreichen, stehen dem Winzer so genannte „Reinzuchthefen“ zur Verfügung, die den Gärbeginn beschleunigen.
Je mehr Frucht- und Traubenzucker die Hefe in Alkohol umwandelt, desto trockener und alkoholreicher wird der Wein. Unterbrechen wir die Gärung durch Kühlen des Weines schon früher, ist das Ergebnis ein halbtrockener oder lieblicher Wein mit einem mehr oder weniger hohen Gehalt an Restzucker.

die FüllanlageNach einiger Zeit, die der Winzer und Kellermeister mit seiner Erfahrung bestimmt, werden die Weine filtriert, so dass die Hefen nicht mehr unkontrolliert weiterarbeiten können. Der Wein ist nun füllfertig. Ende März/Anfang April füllen wir die neuen Jahrgänge in Flaschen.  


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